Kalium

Wofür ist Kalium in Tierfutter?

Ein weiteres Mengenelement und zugehörig zu den ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen ist Kalium, das in ähnlicher Zufuhr in Tiernahrung bzw. Tierfutter enthalten ist und bei der Versorgung von Hund und Katze unproblematisch ist. Es kann im Tierkörper lediglich in einer sehr begrenzten Menge abgebaut und gespeichert werden. Das ist meistens in Muskeln und Leber der Fall, während ein Kaliumüberschuss über die Nieren ausgeschieden wird. Eine Zuführung von Kalium über Trockenfutter ist daher für Hund und Katz ratsam. Viele Produkte enthalten Kalium als Anteil neben den anderen Mineralstoffen. Die normale Fütterung deckt den Bedarf für den Hundekörper, reduziert sich höchstens, wenn das Tier sehr häufig gewaschen wird. Eine spezielle Kaliumzufuhr über Ergänzungsmittel ist im allgemeinen nicht nötig. 

Wirkung auf den Organismus
Das Mengenelement Kalium beeinflusst den Zustand aller Zellproteine von Hund und Katze und steuert auch die Zellenerregbarkeit. Es aktiviert das Enzymsystem, fördert in der Leber die Speicherung von Glykogen und kann über das Magen-Darm-System leicht absorbiert und über den Harn und die Nieren ausgeschieden werden. Kaliumverluste treten, ähnlich wie bei Natrium, durch Durchfall auf. Auch hat Kalium einen Einfluss auf die Magnesium-Verarbeitung im Körper, wobei Funktionsstörungen auftreten können, wenn diese vermindert wird, darunter in Kreislauf und Muskulatur. Kalium reguliert den Stofftransport zwischen den Zellen, ebenso den Wasserhaushalt im Körper. 

Natürliches Vorkommen
Kalium ist im Körper vor allen Dingen in den Zellen enthalten und reguliert den Konzentrationsausgleich und osmotischen Druck der Zellen. Es wird in Leber und Muskeln in sehr begrenzter Menge gespeichert und über die Nieren abgeführt. Daher ist die tägliche Zufuhr günstig für die Fütterung, z. B. über Nassfutter oder Trockenfutter. 

Natürliche Quellen von Kalium in Lebensmitteln sind Weißmehl, Bierhefe, Zucker, Reis oder Fett. Auch in Dörfleisch, Fisch, in Gemüse, Trockenobst, Käse, sogar in Bananen und Schokolade (aber Achtung: Schokoloade ist für Hunde und andere Tiere nicht geeignet!) ist Kalium enthalten. In der Natur ist es Teil vieler Mineralstoffe. 

Bedarf und Gesundheit
Enthält das Hundefutter viel Kalium, ist der tägliche Bedarf mit etwa 50 bis 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht bereits gedeckt. Je nach Alter, Gewicht und Größe, auch in Hinblick auf die Trächtigkeit und Laktation wird die Kaliumzufuhr dann etwas erhöht. Das ist auch bei Erkrankungen sinnvoll, z. B. bei starkem Durchfall, bei Zuckerkrankheiten wie Diabetes, bei Nierenproblemen oder Erbrechen. Der Kaliumverbrauch erhöht sich ebenfalls, wenn das Tier über einen längeren Zeitraum Entwässerungsmittel verabreicht bekommt. 

Ein Kaliummangel bei Hund und Katze führt zu verschiedenen Störungen, gerade auch bei Jungtieren. Hier kann es zu Unruhe, Gewichtsverlust oder auch Gewichtszunahme und zu Lähmungserscheinungen der Muskulatur kommen. Ausgewachsene Tiere wiederum können durch einen niedrigen Blutdruck Schwierigkeiten bekommen. Folgen sind Appetitlosigkeit, Muskelaussetzer, Müdigkeit und verschiedene Bewegungsstörungen. Die Symptome sind sowohl bei einem Kaliummangel als auch einer Überfütterung ähnlich. Klarheit schafft nur eine Diagnose des Urins oder Blutbilds. 

Hintergrund und Wissenswertes
Als chemisches Element steht Kalium in der 1. Hauptgruppe, wird mit „K“ gekennzeichnet und hat die Ordnungszahl 19. Es gehört zu den Alkalimetallen und ist eines der häufigsten Elemente in der Erdhülle und der Erdkruste. Im Jahr 1807 konnte der Chemiker Humpry Davy per Elektrolyse Kalium und Natrium gewinnen. In der Natur kommt es als Kation in Form von Kaliumverbindungen vor. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter