Natrium

Wie wirkt Natrium auf Hunde und Katzen?

Die Versorgung mit Natrium ist für Katzen und Hunde relativ einfach und unproblematisch, selbst wenn es sich um sehr aktive Tier handelt. Das liegt mitunter auch daran, dass diese Tiere nicht schwitzen und gegenüber dem Menschen oder anderen Tieren Natrium nicht mit dem Schweiß ausscheiden. Lediglich bei bestimmten Erkrankungen kann es sinnvoll sein, die Natriumzufuhr etwas einzuschränken oder zu erhöhen. Ist das Herz angegriffen, sollte die Versorgung reduziert werden. Bei Durchfall wiederum ist mehr Natrium nötig, da die Elektrolytverluste ausgeglichen werden müssen. Gemeinsam mit Chlor ist Natrium für den gesamten Elektrolythaushalt des Tierkörpers verantwortlich. 

Wirkung auf den Organismus
Natrium ist in den extrazellulären Flüssigkeiten enthalten und beeinflusst den osmotischen Druck in den Zellen. In Form von Natriumphosphaten und Natriumcarbonaten ist der Mineralstoff ein Puffersystem, um den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Natrium spielt für die Muskel- und Nervenfunktion und den Energiestoffwechsel eine Rolle. Nicht nur mit Chlor, auch mit Kalium sind die Funktionen des Mengenelements eng verbunden. 

Ausgeschieden wird Natrium über Nieren, Haut und Darm. Gerät das Tier häufig mit Wasser in Verbindung, wird die Natriumausscheidung erhöht. Gleiches geschieht bei Durchfall oder Erbrechen. Bei der Katze wiederum ist es wichtig, dass sie viel trinkt und die Flüssigkeit wieder ausscheidet. Dadurch werden die Kristalle über die Urinwege abgeführt und wird die Bildung von Harnsteinen verhindert. 

Natürliches Vorkommen
Natrium ist sowohl im Blut als auch im Skelett von Hunde und Katze enthalten. Die Aufnahme über die Nahrung erfolgt durch einfaches Kochsalz, das entweder aus dem Meer oder mineralisch gewonnen wird. Kochsalz ist Natriumchlorid und enthält etwa 40 Prozent Natrium. Der Natrium-Spiegel im Tierkörper kann damit um etwa 1 Prozent erhöht werden, wenn Bedarf dafür vorhanden ist. Ansonsten kommt Natrium in der Erdhülle, in vielen Mineralien in der Erdkruste und im Meerwasser vor. 

Bedarf und Gesundheit
Der Bedarf an Natrium beträgt bei Hunden etwa 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Während in Tiernahrung und Trockenfuttern bereits Natrium zugeführt ist, wird der Anteil bei der Rohfütterung durch die Zugabe von Kochsalz erhöht. Das kann auch durch blutiges Fleisch erfolgen. In manchen Fertigfuttern ist zum Teil zu viel Salz enthalten, was wiederum für Hund oder Katze nicht gut ist und u. a. zu Bluthochdruck führen kann. Zu viel Natrium kann auf lange Sicht auch Nierenschäden und Herzprobleme verursachen. Eine ausgleichende Wirkung hat bei Katzen und Hunden immer, wenn sie etwas mehr trinken. 

Ein Natriummangel bei Hund und Katze wiederum bewirkt im Körper, dass er die Ausscheidung über Darm und Niere reduziert und das Element aus den Knochen abbaut. Dauert der Zustand zu lange, können die Haut und das Gewebe austrocknen. Da sich auch das Blutvolumen geringfügig verringert, kann das Tier unruhig werden, Lecksucht entwickeln und Schwierigkeiten haben, die Nahrung zu schlucken und zu verdauen. Müdigkeit, Leistungsabfall und Erschöpfung sind weitere Anzeichen. Auch der Geruchssinn des Hundes kann beeinflusst werden, da die Nase nicht mehr feucht genug ist. 

Hintergrund und Wissenswertes 
Im Periodensystem ist Natrium mit „Na“ abgekürzt und hat die Ordnungszahl 11. Es ist ein Reinelement und steht in der 3. Periode, als Alkalimetall in der 1. Hauptgruppe. 

Wie Calcium wurde auch Natrium 1807 durch den Chemiker Humpry Davy als Natriumhydroxid im Elektrolyseverfahren gewonnen, das er „Sodium“ nannte. Ein weiteres Metall war Kalium, das er „Potassium“ nannte. Während das elementare Metall lange nicht bekannt war, wurden Natriumverbindungen bereits bei Ägyptern, Griechen und Römern aus Meerwasser und Erdlagerungsstätten gewonnen. Die wichtigste Verbindung ist Natriumchlorid als Kochsalz. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter