Fett

Was ist beim Fettgehalt im Tierfutter zu beachten?

Auf den Fettgehalt im Tierfutter sollte geachtet werden. Fette oder Lipide sind organische Verbindungen, die sich aus verschiedenen Fettsäuren und aus der molekularen Verbindung des Glyzerins zusammensetzen. Das kann als festes Fett oder flüssiges Öl geschehen. Unterschieden werden entsprechend Fischfette, tierische Fette oder pflanzliche Fette. Lipide sind unterschiedlich zusammengesetzt und in ihrer Molekülgröße kurz-, mittel- oder langkettig. Als Fettsäuren werden weiterhin gesättigte und ungesättigte differenziert, die wiederum verschiede Wirkungen auf den Organismus haben. Noch einmal unterschieden werden mehrfach ungesättigte Fettsäuren als Omega-3- Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. 

Fettgehalt und Bedarf
Ein Hund benötigt einen täglichen Bedarf an Linolsäure von etwa 180 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und eine Alpha-Linolensäure von etwa 50 Milligramm. Die Ölzusammensetzung hängt auch vom Tier selbst ab, ob es männlich oder weiblich oder noch ein Welpe ist. Auch trächtige Tiere oder sehr aktive Hunde benötigten einen gesteigerten Fettsäurebedarf. Damit wird die Energieversorgung sichergestellt, besonders in der Aufnahme von tierischen Fetten und der enthaltenen Fettsäuren. Empfohlen ist daher ein Fettgehalt von etwa 10 bis 20 Prozent bei Trockenfutter, im Nassfutter ein Anteil zwischen 3 bis 7 Prozent. Hunde und Katzen wiederum, die an Übergewicht leiden, sollten mit einem Futter versorgt werden, dass einen reduzierten Fettgehalt aufweist, da ansonsten auch die Verdauung gestört oder der Magen-Darm-Trakt zu stark belastet wird. 

Eine zu geringe Fettaufnahme wiederum führt dazu, dass der Körper seine Energieversorgung vermehrt aus Proteinen und Kohlenhydrate gewinnt. Fettarmes Futter ist daher nicht für jedes Tier geeignet, besonders nicht für unterernährte oder zu aktive Hunde. Probleme können dann in Form von Hautstoffwechselstörungen, einem stumpfen Fell oder eine erhöhte Infektionsanfälligkeit auftreten. Auch das Immunsystem wird stärker belastet. 

Wirkungsweise auf den Organismus
Der Körper wird durch Fette mit allen essentiellen und benötigten Fettsäuren versorgt, die besonders der Energiegewinnung und dem Stoffwechsel dienen. Sie sind daher wichtige Energielieferanten und werden vom Organismus immer bevorzugt verarbeitet. Beim Tier bleibt die Energieversorgung ausgeglichen, so dass im Darm nur ein gewisser Anteil an Fett verarbeitet und auch vertragen wird. Daher sollte das Futter entsprechend alle drei Bestandteile aus Protein, Kohlenhydrate und Fetten enthalten, die wiederum in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. 

Fetthaltiges Futter wird von vielen Katzen und Hunden bevorzugt, da es schmackhafter ist. Ein hoher Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ermöglicht eine entzündungshemmende Wirkung. Das Verhältnis beider Fettsäuren ist allerdings entscheidend und nur dann in der Wirkung aktiv. 

Vorsorge und Gesundheit
Der Fettgehalt ist darum entscheidend, weil eine Überversorgung zu einer zu hohen Energieversorgung führt, wodurch wiederum ein erhöhtes Fettdepot angelegt wird und das Tier schnell übergewichtig werden kann. Das stellt eine starke Belastung dar, die auch schwerwiegendere Folgeerkrankungen verursachen kann. Stark angegriffen werden die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System. Eine Unverträglichkeit kann in Form von Durchfall auftreten. 

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter