Feuchte

Was bedeutet der Feuchtegehalt im Tierfutter?

Die Angabe „Feuchte“ muss auf der Packung von Tierfutter als Wert in Prozent dann angegeben werden, wenn die Tiernahrung für Hund und Katze einen Wassergehalt über 14 Prozent aufweist. Der eigentliche Feuchtigkeitsgehalt im Futter ist keine Pflichtangabe, wenn der Wert unter diesem Prozentsatz liegt. 

Normalerweise haben Trockenfutter maximal 14 Prozent und Halbfeuchtfutter einen Wassergehalt zwischen 20 und 40 Prozent. Bei Nassfutter wiederum steigt der Wassergehalt auf 70 bis 85 Prozent und muss dann als „Feuchte“ deklariert ist. Der Wert kann helfen, andere Inhaltsstoffe wie Rohfett und Rohprotein in ihrer prozentualen Menge besser einschätzen zu können, da diese aus dem Feuchtigkeitswert berechnet werden. Das ermöglicht einen guten Vergleich zwischen den Futtersorten, da bei der Berechnung lediglich der Wert der Trockenmasse übrigbleibt. Dieser sollte die 10 Prozent nicht übersteigen. 

Die Berechnung ist im Dreisatz sehr einfach. Wenn in einem Nassfutter ein Wassergehalt von 80 Prozent enthalten ist, kann darüber genau der Rohaschengehalt ermittelt werden. Dieser wird durch den Anteil der Trockensubstanz dividiert und mit 100 multipliziert. Daraus ergibt sich der tatsächliche Anteil in Prozent. Alle Angaben finden sich in der Futtermittel-Deklaration und müssen von Herstellern angeführt werden. 

Wieviel an Nass-, Halbnass- und Trockenfutter an das Tier verfüttert wird, hängt immer von Alter, Rasse, Gewicht und Geschmack des Tieres ab. Bewährt hat sich ein guter Mix aus Trocken- und Feuchtnahrung, während die Feuchte im Nassfutter den hohen Flüssigkeitsbedarf des Tieres gut deckt und auch allgemein die Flüssigkeitsaufnahme erleichtert. Besonders im Sommer ist etwas mehr Nassfutter mit hohem Wassergehalt günstig. Trockenfutter wiederum ist besser zu dosieren, hat mehr wertvolle Nährstoffe, beugt Allergien vor und kann auch ein gesundes Gebiss fördern. 

Ist das Tier erkrankt oder kämpft es mit Magen-Darm-Problemen, wird meistens eine Zeitlang von Nass- auf Trockenfutter umgestellt. Hunde und Katzen schätzen allgemein die Abwechslung der Nahrung, wobei dennoch ein zu häufiger Futterwechsel vermieden werden sollte. Neben Alleinfuttermitteln gibt es auch zahlreiche Kauartikel, Snacks und Hundeleckerlies, die in überschaubarer Menge verfüttert werden können. Angebrochenes Nassfutter mit einem hohen Prozentsatz Feuchte sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden und innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden.

Weiterführende Links:

Hundefutter: Nassfutter | Trockenfutter

Katzenfutter: Nassfutter | Trockenfutter